Novene zur hl. Thérèse von Lisieux Drucken

9. Tag: Die Rosenheilige

Es war im September 1897, als im Krankenzimmer des Klosters zu Lisieux das folgende Gespräch geführt wurde.
"Nicht war", fragte eine Schwester die Heilige, "Sie werden vom Himmel aus auf uns blicken?"
"Nein", erwiderte Theresia, "ich werde herabsteigen."

26 Jahre später wird irgendwo in Irland ein Kind geboren. Es ist das zweite Kind der Eltern. Frisch und gesund liegt es in der Wiege. Aber es hat den Anschein, als ob neben der Wiege des Kindes der Sarg der Mutter zu stehen käme. Blutvergiftung hat sich bei der Siebenundzwanzigjährigen eingestellt. Der Arzt weilt die ganze Nacht am Bett am Krankenbett, und am Morgen gibt er die junge Mutter auf. Die Kranke wird versehen.
In dieser Not beginnt man eine Novene zur heiligen Theresia vom Kinde Jesus. Auch die Erstgeborene der Familie - vier Jahre ist sie alt - wird angehalten mitzubeten. Am anderen Morgen kommt das Kind ins Krankenzimmer und legt ein paar Maiglöckchen auf das Bett der Mutter, die mit dem Tode ringt.
Der Vorgang bleibt zunächst unbeachtet. Allmählich wird man durch den anhaltenden feinen Duft auf die Blumen aufmerksam. Seltsam, Maiglöckchen duften doch nicht so. Man holt das Kind herbei und fragt es, woher es die Blumen habe. Da erzählt die Kleine in kindlicher Unbefangenheit:
"Eine Schwester ist vom Himmel heruntergekommen, gab mir die Blumen und sagte, sie wolle die Mutter gesund machen." Die Mutter wurde wieder gesund.

So hat Theresia - es ist nur ein Fall unter vielen ähnlichen - ihre Vorhersage erfüllt.:
"Ich werde wieder auf Erden herabsteigen. Im Himmel wird der liebe Gott mir meinen Willen tun", so hat die Heilige ein anderes Mal prophetisch gesagt, "weil ich auf Erden nach Kräften immer seinen Willen getan habe."
Deshalb fällt seit ihrem Tode ununterbrochen jener Rosenregen, den sie zu senden versrprochen hat. Wie gross muss also unser Vertrauen auf die Fürsprache der heiligen Theresia sein! Wir legen am Schluss dieser Novene noch einmal all unsere Bitten . . . in ihre Hände, voll Hoffnung, dass die Rosenheilige auch uns Hilfe, Linderung und Trost bringt.


Gebet

Heilige Theresia vom Kinde Jesus! Du bist der Liebling Gottes. Du bist die Helferin in allen Anliegen. Inständig empfehle ich dir noch einmal all meine Sorgen. So hilf mir denn! Du hast versprochen, vom Himmel aus Gutes auf Erden zu tun. Tue es auch an mir! Lass das grosse Vertrauen, dass ich auf deine mächtige Fürbitte hege, nicht vergebens sein, sondern erflehe mir von Gott die gnädige Erhörung meiner Bitte. Amen.
 
Download PDF-Übersicht
Paulinus Verlag